Wie kann ich die wie im Fluge vergehende Kindheit meiner Kleinen festhalten? Ihre Entwicklung natürlich und unverfälscht, aber trotzdem professionell und kreativ ablichten? Ein Balanceakt mit großem Potenzial! Eine Fotografin gibt tolle Tipps.

Babyfotos Korb

Engelsgleich abgelichtet, so wie ihr euren Schatz auch ohne Kamera kennt.

3 Grundregeln der Babyfotografie

Egal ob ihr euch entscheidet, selbst zur Kamera zu greifen, oder einen professionellen Fotografen zu engagieren: Shootings mit Babys und Kleinkindern sollten die Kleinen nicht überrumpeln oder überfordern. Es gibt drei ganz wichtige Aspekte, die ihr beim Fotografieren eures Schatzes beachten müsst:

  1. Vorbereitung
  2. Natürlichkeit
  3. Spaß

Sowohl ihr als auch euer Baby solltet frühzeitig auf das Shooting eingestellt sein. Das bedeutet auch, dass das Phänomen „Kamera“ schon in den Wochen vor dem Fototermin in den Babyalltag integriert werden sollte.

Babyfoto Ballon

Ein paar witzige und unterhaltsame Ideen dürfen beim Shooting ruhig dabei sein.

Beim Shooting selber sollten so wenige gestellte Situationen wie möglich vorkommen, sondern eher der „ganz normale“ Alltag abgelichtet werden. Einige Highlights, wie diese Mini-Ballonfahrt, werden so – insofern sie nicht zu anstrengend sind – vom Baby besser verkraftet und vielleicht auch neugierig erkundet. Generell gilt es nämlich, den natürlichen, spontanen Erkundungs- und Spieltrieb des Kindes im Moment zu fördern.

In der Praxis könnte das so aussehen: Ihr legt verschiedene Motive oder Spielzeuge, wie etwa Ballons, Kuscheltiere, Mützen, Kränze, Körbe etc. bereit und schaut, wofür sich euer Liebling selbst entscheidet. So wird sich der letzte Punkt „Spaß“ wie von alleine einstellen!

Tipps der Expertin

Kinderfoto natuerlich

Mit der richtigen Einstellung kann man den Kleinen spontane Glücksmomente entlocken.

Baby- und Kinderfotografin Ida Straub hat in Sachen Babyfotos einen entscheidenden Vorteil gegenüber neuen Eltern: Jahrelange Erfahrung mit der Kombi Kind und Kamera. Sie lichtet bei ihrem Job mit den „tollsten Kunden der Welt“ nicht nur Babys und Kleinkinder ab, sondern auch Babybäuche und freudig erwartende Eltern. Kostproben ihrer Arbeit zeigt sie in ihrem eigenen Blog.

Hier ihre persönlichen Tipps für das perfekte Kleinkind-Shooting:

Tipps von der Profi-Fotografin
  • Geht mit guter Laune zum Fotografen! Stimmt euch positiv – das wirkt sich auf eure Ausstrahlung und das Wohlbefinden eures Kindes aus.
  • Seid darauf gefasst, dass beim Fotografieren eures Kindes euer voller Einsatz gefragt sein wird. Denn schließlich ist der Fotograf fremd und die Kamera vor dem Gesicht wirkt etwas einschüchternd.
  • Macht euer Kind zu Hause mit dem Fotografieren vertraut. Benutzt eure Kamera oder euer Handy für ein paar Schnappschüsse.
  • Erzählt eurem Kind, dass es ganz viel Quatsch machen darf, anstatt es darauf zu trimmen, gehorchen und still sitzen zu müssen. Unbefangene Momente sind nämlich die schönsten und bringen ganz tolle und liebevolle Fotos hervor.

Weitere wichtige Tipps haben wir in unserem Artikel „So klappt es mit den Kinderfotos“ aufgelistet.

3 Technische Tricks

Babyfotos Muetze

Kreativ und natürlich: So fühlen sich Mama und Kind wohl.

      • Fotografiert auf Augenhöhe und aus nicht zu großer Entfernung, damit die Kleinen nicht verloren wirken.
      • Fotografiert, wenn möglich, mit natürlichem Licht; die Lichtquelle sollte sich hinter dem Fotografen befinden.
      • Serien schießen hilft, spontane Reaktionen und Emotionen des Kindes einzufangen.

Und so geht’s nicht…

Babyshootings kosten Geld, Zeit und manchmal auch Nerven. Dabei darf aber das Wohl des Kindes nicht außer Acht gelassen werden. Aus Ehrgeiz und Stress unterlaufen Eltern immer wieder Fehler, die es zu vermeiden gilt:

      • Ein Baby ist kein Star! Es geht nicht um den perfekten Schuss, sondern darum, dass sich euer Kind zu jedem Zeitpunkt wohlfühlt. Nur so können liebevolle, natürliche Aufnahmen entstehen.
      • Keine überhöhten Erwartungen: Weder vom eigenen Kind, noch vom Fotografen – noch von euch selber! – solltet ihr zu viel erwarten, sonst wirken die Bilder verkrampft. Lasst ihr allen Beteiligten etwas mehr Freiraum, bleibt Platz und Inspiration für spontanes Verhalten.
      • Nicht stressen lassen: Die Energie der Mutter überträgt sich ganz natürlich auf das Kind und ist somit ein zentraler Einflussfaktor für die Stimmung eurer Kleinen an diesem Tag. Räumt euch also viel Zeit und viele Pausen ein und habt Geduld mit eurem Liebling.
      • Nicht die Mutterrolle vergessen: Ihr seid auch an diesem großen Tag in erster Linie Mutter und nicht Fotografin oder Assistentin, seid also für die Kleinen da und kommuniziert liebevoll mit ihnen. Besonders empfehlenswert ist es, zwischendurch immer wieder Bilder mit Mutter und Kind zu machen, damit sich das Kleine beruhigt und eure Unterstützung als Mutter spürt.

Wir wünschen allen Eltern ein entspanntes und unvergessliches Ablichten eurer kleinen Lieblinge!