Dass das Reisen mit Kind nicht etwa problematisch, sondern vielmehr abenteuerreich und nie langweilig ist, beweist Gabriela von Mami bloggt. Sie erzählt uns im Interview, wie gut man die Elternzeit für eine Reise in die Ferne nutzen kann, worauf man dabei achten muss und dass Bali der perfekte Ort für eine Reise – auch mit Kind – ist.

Gabirela mit Sohn vor traumhafter Naturkulisse auf Bali

„Reisen mit einem Baby ist definitiv anders – es ist um einiges spannender, abenteuerreicher und es wird garantiert nie langweilig.“

Gabriela - Mami bloggt
Mami bloggt LogoAls Weltenbummlerin war es für Gabriela nach der Geburt ihres Kindes mit dem Reisen noch nicht vorbei. Es zog sie mit ihrer Familie in der Elternzeit nach Bali. Auf ihrem Blog berichtet sie dabei, warum Bali ein guter Ort für das Reisen mit Kind ist – außerdem hat sie dazu noch Tipps für euch im Gepäck.

Du und Dein Mann haben sich entschieden, Eure gemeinsame Elternzeit für eine Reise zu nutzen. Wer hatte die Idee und warum?

„Natürlich ich. Seitdem ich 16 Jahre bin, hat mich das Reisefieber infiziert und mich immer wieder dazu getrieben, meinen Rucksack zu packen, um exotische, fremde Länder zu erkunden. Eigentlich hatte ich gedacht, dass diese Backpacking-Zeit mit einem Kind vorerst für ganz lange Zeit vorbei wäre. Reisen mit einem Kind hielt ich nur für bedingt möglich – und wenn, dann Pauschalurlaub in der Türkei oder auf Mallorca (mein persönlicher Horror!). Doch irgendwie kribbelte es mir doch in den Fingern, ich wollte es wissen. Und da mein Sohn eigentlich ein relativ unkompliziertes und entspanntes Kind ist, haben wir das Abenteuer Reisen in die Ferne mit Kind gewagt.“

Ihr habt Bali als Reiseziel gewählt und seid dort für vier Wochen geblieben. Warum Bali?

„Eigentlich sollte es erst ein anderes Ziel werden, ich dachte an Sri Lanka oder Tansania. Aber das war Papa zu abenteuerlich und unsicher mit einem Kind. Und nach endlosen Diskussionen konnten wir uns auf Bali einigen. Bali schien uns, für unser Reisevorhaben gemeinsam mit unserem 8-monatigen Sohn, das perfekte Ziel zu sein. Ich bin vor drei Jahren schon einmal da gewesen und wusste daher, was uns vor Ort erwartet und worauf wir uns einlassen. Die indonesische Insel ist sehr vielseitig & abwechslungsreich und dennoch sind die Distanzen relativ überschaubar, sodass man auch mit einem Baby gut herumreisen kann. Außerdem liebe ich das balinesisches Essen – alleine das ist schon ein Grund, Urlaub auf Bali zu machen.“

Gabriela mit Sohn am Strand auf Bali

Gabriele und Sohnemann haben Spaß am Strand.

Welche besonderen Anforderungen habt Ihr an Euer Reiseziel gestellt?

„Primär stand natürlich das Wohl unseres Kindes an oberster Stelle. Deswegen war es uns wichtig, dass im Falle eines Notfalles die medizinische Versorgung vor Ort gewährleistet werden kann. Zum Glück mussten wir auf Bali weder Krankenhäuser noch Ärzte genauer unter die Lupe nehmen, aber meinen Informationen zufolge gibt es dort einige Krankenhäuser mit gutem westlichen Standard und englischsprachigen Kinderärzten. Das beruhigt natürlich ungemein. Außerdem ist die indonesische Insel nicht so malariagefährdet wie andere Regionen in Südostasien. Und klar, wir wollten gerade in der tristen Winterzeit Sonne, Strand, Palmen und eine exotische Umgebung genießen.“

Vier Wochen in der Fremde – war es zu kurz oder zu lang oder „genau richtig“?

„Definitiv zu kurz. Manchmal auch lang genug. Und eigentlich auch genau richtig. Klar, wenn der Urlaub zu Ende und es langsam mit großen Schritten wieder Richtung Heimat geht, dann wünscht man sich immer, dass man noch etwas mehr Zeit hätte – so ergeht es zumindest mir immer. Aber um die drei bis vier Wochen ist schon eine gute Zeit für Bali, vor allem mit einem kleinen Kind. Und je mehr Zeit man für diese Insel mitbringt, desto mehr kann man in das Leben vor Ort eintauchen und Land und Leute kennenlernen.“

Papa und Sohn am Strand auf Bali

Mitt dem Papa kann man das Meer in Ruhe genießen.

Was gehört auf die Packliste des „Urlaubsbabys“?

„Sehr gute Frage. Viel zu viele Sachen – leider. Dementsprechend gehört für mich das Gepäck zur größten Herausforderung am Reisen mit einem Baby. Meiner Meinung nach gehören aber auf eine Liste unbedingt folgende Dinge: Babytrage, Buggy, Babyphone, Medikamente, Sonnencreme, Sonnenhüte und 2-3 Spielsachen. Wenn man Rumreisen möchte, dann sollte man auch an einen Maxi Cosi denken. Außerdem finde ich ein eigenes Reisebett extrem praktisch. Auf unserer Bali-Reise hatten wir keines dabei, aber als ich dann ein paar Wochen später mit meinem Sohn alleine nach Malaysia geflogen bin, war unser Reisebett Gold wert. Nicht nur, dass mein kleiner Mann überall seinen eigenen Schlafplatz dabeihatte, sondern auch als sicherer Laufstall sind Reisebetten extrem gut geeignet.“

Sind Eure Erwartungen an die Reise erfüllt worden und würdet Ihr noch einmal in der Elternzeit in die Ferne reisen?

„Auf jeden Fall. Und gerne sofort wieder. Ich kann nur allen Eltern raten – die tatsächlich mit dem Gedanken spielen, gemeinsam mit ihrem Kind einen Teil der Elternzeit in der Ferne zu verbringen – es einfach zu tun. Auch wenn eine solche Reise nicht immer nur sonnige Momente bereithält, sondern auch einige Strapazen, hitzige Diskussionen und Tiefs auf die Eltern zukommen, ist es doch eine wunderschöne, unvergessliche Zeit. Und wer weiß, ob man jemals wieder die Gelegenheit bekommt, so etwas zu tun. Mein Fazit: Reisen mit einem Baby ist definitiv anders – es ist um einiges spannender, abenteuerreicher und es wird garantiert nie langweilig.“

 

Eine Fernreise lohnt sich also schon deshalb, weil es die Familie aufgrund der außergewöhnlichen Erfahrungen enger zusammenschweißt. Wenn ihr auch gerne reist, es euch bis dato aber nicht getraut habt, ist nun der richtige Zeitpunkt, eure Koffer zu packen. Viel Spaß in der Elternzeit in der Ferne!

Ihr wollt noch mehr von Gabriela erfahren? Dann besucht sie auf Facebook oder Instagram.

Vielen Dank an Gabriela für das tolle Interview!

 

 

Bilder: © mami-bloggt.de