Noch bevor Kinder laufen lernen, freuen sie sich bereits darüber, möglichst viel an der frischen Luft zu sein. Stehen sie dann erst einmal auf ihren eigenen zwei Beinen, wird der Drang nicht weniger, sondern eher stärker. Kein Wunder also, dass auch Eltern immer öfter mit ihren Kleinen einen Ausflug in die Natur machen wollen. Ob Bergwanderung, Wochenendtour oder nur ein Samstagsspaziergang auf dem Land: Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte stets gut vorbereitet sein. Die wichtigsten Tipps erfahrt ihr hier.
Familie mit zwei Kindern auf Feldweg im Herbst

Outdoor ist in

Obwohl immer mehr Menschen in die Stadt ziehen, zieht es gerade junge Eltern inzwischen immer häufiger zurück ins Grüne – und wenn auch nur für ein Wochenende. So geht es auch den beiden Mamis Dani und Susi, die mit ihren Töchtern so gerne in der Natur sind, dass sie ihre Erlebnisse und Erfahrungen in ihrem Blog „Outdoorzwerge“ weitergeben. Neben Tipps zu Wandern und Reisen mit Kindern findet ihr dort auch Testberichte für Kinderprodukte und hilfreiche DIY-Anleitungen.

Vorbereitung ist alles

Wir haben Dani und Susi einige Fragen gestellt, um ein paar grundlegende Tipps für den Wanderausflug mit dem Nachwuchs zu erfahren. Ihr Schlüssel zum Erfolg ist eine gute Planung: „Wir bereiten uns vor jedem Ausflug sehr gut vor. Sprich, wir recherchieren im Vorfeld, wie lange die Wanderung vom Ausgangspunkt aus dauern wird, wie viel Kilometer zu bewältigen sind und ob es auf dem Weg auch Wirtschaften gibt.“ Gerade bei Bergwanderungen, meinen die beiden Münchnerinnen, ist die Abschätzung der Höhenmeter im Voraus wichtig.

Vater und Sohn gehen im Wald wandern

Ist der Rucksack gepackt? Dann kanns losgehen!

Was muss in den Rucksack?

Zur Vorbereitung gehört auch immer, das Richtige einzupacken: „Unsere Rucksäcke sind immer mit den wichtigsten Utensilien gepackt. Das sind: genügend Essen und Trinken, eine Karte und eine Notfallausrüstung (wie zum Beispiel Verbandsmaterial und Sonnen- bzw. Kälteschutz). Unsere Ausrüstung passen wir natürlich auch den Wetterverhältnissen an. So sind gut sitzende und wasserdichte Wanderschuhe mit einer rutschfesten Sohle ein Muss für große und kleine Wanderer – genauso wie angemessene, atmungsaktive Kleidung.“

Und wenn die Kleinen keine Lust mehr haben?

Wer selbst als Kind mit den Eltern wandern war, kann sich auch an die Zeiten erinnern, als das Laufen keinen Spaß mehr machte und man lieber gleich nach Hause wollte, als noch den letzten Kilometer zurück zum Auto laufen zu müssen. Wie gehen Dani und Susi mit solchen Situationen um? Mit geschickten Ablenkungsmanövern: „Wir achten darauf, die Wanderungen mit unseren dreijährigen Kindern nicht allzu sehr in die Länge zu ziehen. Sollten Sie dann doch mal quengelig werden, versuchen wir ihre Aufmerksamkeit spielerisch auf die Natur zu lenken. Dann sammeln wir gemeinsam Äste, Steine, Blätter und was sonst noch alles in der Natur zu finden ist. Daheim werden daraus dann zum Beispiel kleine Wald-Collagen gebastelt.“

Rottach-Egern vom Tegernsee aus betrachtet

Wanderparadies Tegernsee

Münchner aufgepasst!

Für alle, die in Süddeutschland leben (und die, die es gerne wollen), haben die beiden Outdoor-Mamis noch einen Geheimtipp: „Wer uns und unseren Blog schon ein bisschen verfolgt hat, weiß, dass wir absolute Fans von der Gegend Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee sind. Eigentlich kann man uns jedes Wochenende mit unseren Kindern irgendwo dort finden.“ Die idyllische Voralpenregion bietet sich nicht nur aufgrund seiner Naturschönheit an, sondern verfügt auch über gute Einsteigertouren: „Möchte man aber mal eine ganz leichte und trotzdem schöne Route für die ganze Familie, dann empfehlen wir den kurzen Spaziergang zur Albert-Link Hütte am Spitzingsee.“

Für noch mehr Tipps rund ums Wandern und Bergsteigen mit dem Nachwuchs schaut doch einfach auf Susis und Danis Blog vorbei.

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