Die Corona Pandemie treibt viele Menschen an ihre Grenzen. Natürlich gibt es viele Ängste, Einschränkungen und auch auf das Miteinander hat die Pandemie große Auswirkungen. Sind die Auswirkungen wirklich so schlecht, wie überall geschrieben wird? Was hat sich in Corona Zeiten in den Beziehungen geändert? Was ist positiv und was negativ?

Studie gibt Aufschluss

Die ElitePartner-Studie mit 2058 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zeigt jetzt, wie sich die Pandemie auf die Beziehungen auswirkt. Neben Stress und Zoff gibt es aber auch positive Dinge, die durch die Krise entstanden sind. Wie wir alle wissen, können Krisen nicht nur die Beziehung gefährden, sondern auch stärken und den Zusammenhalt deutlich verbessern.

Positive Auswirkungen von Corona auf die Beziehung

  • Laut der Studie gibt es viele positive Dinge, die Paare in der Krise erleben. So finden sie beispielsweise neue und gemeinsame Hobbys, wie 28 % der Paare angab. Doch auch die Gespräche werden besser und vor allem tiefgründiger. Das Zuhören ist einfacher und die Paare gehen mehr aufeinander ein.
  • Immerhin gaben 18 % der befragten Personen an, dass sie seit Corona deutlich mehr Sex haben. Insbesondere bei jüngeren Paaren unter 30 sagten 37 %, dass das Sexleben wesentlich aktiver wäre. Auch bei Paaren mit Kindern fühlen sich die Partner näher und genießen gute Gespräche und gemeinsame Aktivitäten.
  • Bei jungen Paaren zeigte sich vor allem, dass sie mutiger sind. Bei Paaren unter 30 waren es 24 %, die die Pandemie nutzen, um vorübergehend oder sogar ganz zusammenzuziehen. Dabei ging es nicht nur um die Romantik, sondern auch um finanzielle Engpässe und soziale Isolation.
  • Gleiches gilt für das mutige „Ja“. Auch wenn große Partys verboten waren, haben Verlobungen deutlich zugenommen und auch Hochzeiten wurden vermehrt gemeldet.

Negative Auswirkungen der Corona Krise

Leider hat Corona auch negative Auswirkungen auf Paare. Allerdings muss – zumindest bei den Teilnehmern – gesagt werden, dass die negativen Folgen deutlich geringer waren, als positive.

Das ständige Aufeinanderhocken führt unweigerlich zu Stress. Die Psyche ist angeschlagen, die Nerven liegen blank und viele haben das Gefühl nicht ernst genommen zu werden  – zumindest von der Regierung. So streiten sich rund 19 % der Paare deutlich mehr, also noch vor der Pandemie. Einige sogar so stark, dass sie darüber nachdenken, sich zu trennen. Bei Paaren unter 30 ist die Zahl jedoch doppelt so hoch.

Paare, die allerdings schon länger als 20 Jahre zusammen sind, sind relativ entspannt und hier gibt es nur 12 %, die häufiger streiten und nur rund 3 % der Paare denken darüber nach, sich zu trennen.

Anhand dieser Umfrage kann man aber sehen, dass die Krise mehr Paare zusammenschweißt und die Beziehungen stärker aus der Pandemie hervorgehen. Ein kleiner Lichtblick am Ende des Tunnels, der noch so lange ist.