Die Schwangerschaft ist vorbei und hat ihre Spuren am Körper hinterlassen? Wieder fit werden, ist leichter gesagt als getan. Denn mit einem Baby bleibt nicht nur wenig Zeit für sich selbst. Der Körper muss auch erst mal die Strapazen der Geburt verkraften. Doch keine Sorge! Es gibt einen einfachen Fahrplan, wie man nach der Schwangerschaft wieder in Form kommt!MutterBabySport

 Erster Schritt: Beckenboden stärken

Auftakt ins sportive Mutterleben ist die Beckenbodengymnastik. Die Muskelschichten im Unterleib leiden stark an den Geburtsbelastungen. Sie sind überdehnt und geschwächt. Sie wieder zu kräftigen, sollte das erste sportliche Ziel sein, dem sich jede frisch gebackene Mutter stellen sollte. Wie stark die Beckenbodenmuskulatur geschwächt ist, lässt sich sogar mit Hilfe kostenloser Online-Selbsttests in Erfahrung bringen. Wer sich nicht gleich einer Rückbildungskurs-Trainingsgruppe anschließen möchte, findet im Internet zahlreiche Übungsanleitungen für Beckenbodengymnastik. Aber auch bereits im Krankenhaus lassen sich wertvolle Tipps für das Training daheim einholen!

 Auch Spazieren ist Sport

Bewegung tut immer gut. Die richtige Belastung ist entscheidend. Ausgedehnte Spaziergänge sind der ideale Start in ein aktives Leben mit Kind. Sei es mit Tragehilfe oder mit Kinderwagen. Mütter, die täglich mit ihrem Kind spazierengehen, tun nicht nur sich selbst etwas Gutes. Auch auf die Kinder hat die tägliche Dosis Frischluft entspannende und beruhigende Wirkung.Spazieren

 Wann es wieder „richtig“ losgehen kann

Etwa sechs Wochen, bei Kaiserschnitt sogar acht Wochen, muss frau sich gedulden, bis es wieder in den geliebten Yoga- oder Pilates-Kurs gehen kann. Auch Joggingrunde und Schwimmhalle müssen solange warten. Aktivitäten mit stärkerem Aufprall wie schnelleres Joggen können in der Regel zwei Monate nach der Geburt wieder aufgenommen werden. Bevor es jedoch mit irgendeiner sportlichen Betätigung losgeht, sollte ein offizielles Go des Gynäkologen eingeholt werden. Denn jeder Körper und jede Schwangerschaft ist anders!

Wer ein genaues Ziel vor Augen hat, sollte ohnehin auf individuelle Expertenbetreuung vertrauen. Mütter, die den großen Umbruch Schwangerschaft zum Beispiel dazu nutzen wollen, um ein paar Pfunde abzunehmen, fahren mit einem Personal Training für Mütter am effektivsten, gesündesten und sichersten. Erfahrene Trainerinnen und Mütter wie etwa Nina Heinemann sind nicht nur in der Lage, effektive Trainings- und Nahrungspläne für die persönlichen Ziele und Alltagsumstände zu schreiben. Sie wissen auch aus eigener Erfahrung, wie es Müttern wirklich geht, und können – Im Gegensatz zu bloßen Kurstrainer(innen) – sensibel darauf reagieren.

 Wohin mit Kind? Mitnehmen!

BabysportGünstiger ist der klassische Fitnesskurs. Doch wohin währenddessen mit dem Kind? Zwar bieten die meisten hochpreisigen Fitnessstudios fachkundige Kinderbetreuung an. Doch erst wenige Wochen alte Kinder überlässt man ungern Fremden. Viel besser ist es, wenn man das Kind mit zum Kurs nehmen kann! Beim Kangatraining ist das der Fall. Das Baby sitzt dabei fest und bequem in einer Tragehilfe vor der Brust. Mit langsamen Bewegungen werden Muskulatur, Ausdauer und vor allem Beckenbodenmuskulatur beansprucht. Die meist schaukelnden Bewegungsabläufe gefallen vor allem unruhigen Kindern sehr gut. Benannt ist diese Trainingsform übrigens nicht nach einer asiatischen Heillehre oder dergleichen, sondern nach einer Figur aus der beliebten Zeichentrickserie „Winnie Pooh“.

 Übrigens:

Noch immer hält sich das Gerücht, dass Muttermilch durch sportliche Betätigung sauer wird. Die Betonung liegt auf Gerücht. Denn wahr ist es keineswegs!

 

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