Mamas Küche schmeckt am besten: Das ist ein ungeschriebenes Universalgesetz. Wir haben in unseren verstaubten Erinnerungskisten gekramt und nostalgische Rezepte aus der Kindheit hervorgezaubert. Wir ziehen aus dem Hut: Drei Kinderklassiker, mit denen sich eure Sorgen im Nu auflösen!

Kids is playing with flour in the kitchen

Erinnert ihr euch?

Kleine Häppchen Glückseligkeit

Ob Omas oder Mamas Küche: Das Essen aus unserer Kindheit löst vor allem eins aus: Pures Glück! Denn an den Essensbissen haften auch immer kleine Häppchen Erinnerung aus längst vergangenen Zeiten. Eine Nostalgie-Reise der besonderen Art.

Meist sind die kulinarischen Köstlichkeiten an Liebesbeweise aus der eigenen Familie geknüpft und deshalb emotionale Weltmeisterschaftsfinalsiege: Erbseneintopf gab es immer, wenn wir krank im Bett lagen und Mama uns bedingungslos umsorgte und Erdbeerküchlein beim Familien-Sommerfest, bei dem wir schamlos mit dem Nachbarsjungen flirteten. Zwei Bloggerinnen – und ich – teilen nostalgische Lieblingsrezepte aus unseren Kindheitstagen.

Käsespaghetti, die sich ums Herz winden

„Gut, bodenständig, ehrlich“, nennt Bloggerin Elbekind die Rezepte aus ihrer Elterngeneration. In ihrem Blog präsentiert sie ein Gericht, das sie sofort zurück in ihre idyllische Kindheit versetzt. Käsespaghetti gab es immer, wenn die „beste Köchin der Welt“ ihre kleinen Lieblinge aufmuntern wollte: „Blöder Tag in der Schule? Streit mit der besten Freundin? Liebeskummer? Schlechte Laune? Dagegen hatte meine Mama ein Rezept, das immer Wunder vollbrachte.”

Das Rezept für diese Gute-Laune-Mahlzeit für 2-3 Personen: 

  • Spaghetti
  • 2 Eigelb
  • 3 Scheiben Weißbrot
  • 40 g Butter
  • 1/8 l saure Sahne
  • 40 g geriebener Parmesan
  • Knofi aus der Presse – Menge je nach Geschmack
  • Pfeffer und Salz

Spaghetti Käse 2Und so geht die Soße:

  1. Das Weißbrot in kleine Würfel schneiden und in heißer Butter, leicht eingesalzen, gold-braun und knusprig rösten. Zur gleichen Zeit die Spaghetti kochen.
  2. Die saure Sahne mit dem Käse, den Eigelben und den Gewürzen vermischen.
  3. Die fertigen und abgetropften Spaghetti zur Sauce geben und gut vermengen.
  4. Dann die gerösteten Brotwürfel darüber und die schlechte Laune vergessen. Wer mag, kann noch einen frischen leckeren grünen Salat dazu essen (die Laune wird aber auch ohne besser…).

Omis Apfelflecken

Apfelkuchen Oma

Wem das auf Anhieb nichts sagt: „Man kann auch ruhig gedeckter Apfelkuchen zu ihm sagen… er hat sicher nichts dagegen. Bei uns hieß er deshalb so, weil er wie ein überdimensionaler Fleck aussah“, so Bloggerin Manu. Auf ihrer Seite „Something sweet – Something fabulous“ schwärmt sie von alten Zeiten und ist von der schier übermenschlichen Kraft dieses Apfelwunders überzeugt: “Wenn der Duft des Kuchens durch die Küche strömte, war es schon ein perfekter Tag für mich! Klingt echt ein bisschen abgedroschen, aber es war die Wahrheit!” 

Für den Teig braucht ihr:

  • 220g Mehl
  • 150g Margarine
  • 1 Dotter
  • ½ EL Essig
  • 3 EL kaltes Wasser
  • 1 Prise Salz

Für die Füllung schnappt euch: 

  • 3-4 rote Äpfel
  • 100g braunen Zucker
  • 80g Semmelbrösel
  • ½ EL Zimt
  • 1 EL Maizena (Maisstärke)
  • 1 Spritzer Zitronensaft

Außerdem: 1 Ei zum Bepinseln

Apfelkuchen Oma 1

Zubereitung:

  1. Für den Teig die Zutaten schnell verkneten und im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.
  2. Währenddessen für die Fülle Äpfel waschen, entkernen und in kleine Würfel schneiden.
  3. Zitronensaft, Zucker, Brösel, Maizena und Zimt miteinander vermischen und die Äpfel dazugeben.
  4. Den Teig nach 1 Stunde auf 2 Hälften aufteilen und beide Teile auf die gewünschte Form ausrollen.
  5. Apfelfülle auf eine Hälfte verteilen und mit dem 2. Teil bedecken.
  6. Mit einem Ei bepinseln und bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ca. 40-45 Minuten backen. 

Muttis Zuckerkuchen kann zaubern!

Kochbuch Oma

Immer mehr Menschen entdecken derzeit Omas Kochbuch für sich.

Wenn es mal in der Schule nicht so klappte oder ich aus lauter Abenteuereifer wieder blauäugig gegen das Metall-Geländer in der Einfahrt knallte, gab es immer eine Sache, die alle Sorgen à la Verschwindezauber in Harry Potter magisch in Luft auflöste: Zuckerkuchen. Simple, ungesund und unspektakulär: Aber dieses kulinarische Kinderrezept konnte wahre Wunder bewirken – und ist noch dazu der einfachste Hefeteig-Kuchen der Welt.

Der Hefeteig:

  • 500 g Mehl
  • 100 g Zucker
  • 80 Gramm Butter/Margarine
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • abgeriebene Zitronenschale
  • ¼ Liter Milch
  • 30 g Hefe
  • 1 Prise Salz

Zubereitung des Teiges:

  1. Die Hefe in handwarmer Milch zerbröckeln.
  2. Das gesiebte Mehl, die in Milch zerbröckelte Hefe und alle weiteren Zutaten zu einem Teig verrühren.
  3. An einem warmen Ort mit einem Küchentuch bedeckt etwa 1 ½ Stunden gehen lassen.

Die restlichen Zutaten:

  • 125 g Butter
  • 50 g Zucker (besonders lecker mit Rohrzucker)
  • ½ Teelöffel Zimt

Und dann:

  1. Den Teig nach 1 ½ Stunden nochmals kneten und auf einem Blech mit Backpapier ausrollen.
  2. Mit einem Messerende oder den Fingern kleine Vertiefungen in den Teig drücken. Der Abstand dazwischen ist euch überlassen, ich lasse etwa 2 Zentimeter Platz.
  3. Kleine Stückchen Butter abschneiden und in die Vertiefungen legen.
  4. Das Gemisch aus Zimt und Zucker drüberstreuen.
  5. Bei starker Mittelhitze ungefähr 25 Minuten backen.

In den Worten des Zauberlehrlings: Evanesco, Sorgen!

Ein großes Dankeschön an die lieben Bloggerinnen für die schönen, nostalgischen Rezeptideen!

Jetzt seid ihr dran: Was ist euer Lieblingsrezept aus den guten alten Zeiten?

 

 

Bildrechte: Alle Rezeptbilder von den Blogs elbekind.blogspot.de und norba215.blogspot.co.at; istockphoto/teksomolika/Margot Kessler