Schon viele vor euch haben es gesucht, nur die wenigsten kamen ihm auf die Spur und einmal ergattert, wollen es die meisten gleich wieder verschenken: Das perfekte Foto. Wir haben uns mit der passionierten Fotografin Natalie Kubernath unterhalten, um in waschechter Indiana Jones Manier hinter das Geheimnis dieses mysteriösen Schatzes zu kommen.

Fotogeschenk

Hinweis #1: Das perfekte Foto ist gar kein Foto!

Dann ist es ja kein Wunder, dass wir so oft vergeblich danach suchen! Anscheinend verbirgt sich die wahre Kraft eines Bildes hinter dem, was man sieht.

Klingt esoterisch? Die leidenschaftliche Fotografin Natalie erzählt auf ihrer Seite redfairypicturedesigns.com, wofür ein Foto in ihren Augen wirklich steht:

Fotos sind für mich nicht nur einfach Bilder, sondern unwiederbringliche Erinnerungen, die man sein Leben lang behält und immer wieder anschaut. Sie helfen, dass wir uns an längst Vergangenes erinnern. Ich persönlich schaue mir heute noch regelmäßig Bilder aus meiner eigenen Kindheit an und bedaure, dass es davon leider nur so wenige gibt. Darum freue ich mich umso mehr, dass ich mit meinen beiden Töchtern so viele Momente erschaffen und festhalten kann, die mir niemand mehr nehmen wird. Ich hoffe, sie erkennen später in den Bildern meine Liebe zu ihnen wieder.“

So kommen wir der Sache schon näher! Die Macht des Fotos liegt also in unseren persönlichen Assoziationen damit, in den Erinnerungen und Emotionen, die wir an das Bild knüpfen.

Hinweis #2: Ein perfektes Motiv macht noch lange kein perfektes Bild

Fotograf Langerwehe

Auch das noch! Haben wir mal die perfekte Location, die idealen Accessoires und den Hammer-Gesichtsausdruck gefunden, ist noch immer nichts gewonnen. Denn dann kann es noch am Fotografen scheitern. Wie und wo finde ich also den perfekten Fotografen? Natalie weiß mehr:

Das Wichtigste ist, dass man sich vor einer Buchung gut informiert, dabei können Suchmaschinen helfen. Die meisten Fotografen haben Webseiten oder sind auf Facebook vertreten. Hier kann man sich im Portfolio einen Überblick über die Arbeiten verschaffen und sehen, ob diese gefallen. Was man sieht bekommt man, also sollte das zu 100% passen.

Am besten wäre, wenn die Bilder nicht nur nett aussehen, sondern im Inneren berühren, verzaubern, bewegen. Viele Fotografen haben auch gleich Preislisten online, damit ist man schon über das Meiste informiert.

Es gibt viele Hobbyfotografen, die schöne Bilder machen, darum rate ich nicht generell davon ab, dort ein Shooting zu buchen. Aber man sollte berücksichtigen, dass es sein kann, dass man dort Bilder schlechterer Qualität bekommt – gutes Equipment, eine Weiterbildung, eine Anmeldung bei der Handwerkskammer und so vieles mehr kann man sich als „Günstig- Fotograf“ kaum leisten und oft schlägt sich das in den Bildern nieder.

Wenn Bilder solcher Art euch gefallen, dann ist das okay – wenn nicht, dann investiert lieber etwas mehr in wirklich tolle Fotos.“

Hinweis #3: Würdet ihr es verschenken?

Fotografin Natalie Kubernath verrät uns ihre Tipps!

Fotografin Natalie Kubernath verrät uns ihre Schatzsucher-Tipps!

Das perfekte Foto ist offenbar nicht nur ein Bild zum Hinknien, sondern weckt in uns den Impuls, es weiterzugeben. Löst das Bild keinen Share-Reflex in euch aus, müsst ihr weiter suchen!

Einmal erlangt, sind die Verschenk-Möglichkeiten beinahe uferlos. Natalie empfiehlt aber ein paar besonders schöne Ideen:

Ich verschenke meine Fotos am liebsten auf Holz gezogen oder auch mal klassisch auf tollem Papier in einem schönen Rahmen. Allerdings sind Produkte wie Leinwände, Fotokalender und Rahmen fast schon altmodisch geworden, so viele tolle neue Produkte gibt es. Warum nicht immer mal was Neues ausprobieren und verschenken?

Zu Weihnachten haben wir z.B. Tassen mit Fotos verschenkt, allerdings nicht als einfaches Bild hochgeladen, sondern als schöne Collage erstellt.

Beim Fotografen eurer Wahl solltet ihr darauf achten, dass ihr die Bilder in voller Auflösung bekommt, denn nur dann kann die Qualität eines Fotogeschenkes auch Freude bereiten. Niemand möchte ein pixeliges Bild mit Logo an der Wand haben.

Mein Tipp für ein passendes Geschenk: Erkundigt euch, wo die Vorlieben der Person, die ihr beschenken möchtet liegen. Einer Kaffeetante kann man eher eine Tasse schenken, als jemandem, der nur Wasser aus Gläsern trinkt.

Ein Fotoalbum geht für mich auch immer, denn auch, wenn es die meiste Zeit im Schrank liegt, es ist schön, es immer mal wieder hervor zu holen und z.B. jedes Jahr zu vergleichen, wie sich die Enkel verändert haben.“

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5 TIPPS FÜR DAS PERFEKTE FOTO

      1. Hört auf, das perfekte Foto zu suchen

Das klingt zwar paradox, ist aber bei der Schatzsuche der Schlüssel zum Erfolg. Wer dermaßen auf etwas versteift ist, erlaubt keinen Raum für die natürliche Fügung der Dinge. Erst wer loslässt, lädt magische fotografische Momente ein. Die Dinge kommen zu uns, wenn wir aufhören, sie erzwingen zu wollen.

      1. Natürlichkeit

Natürliches Licht, natürliche Settings, natürliches Posen: Diese Einfachheit hilft uns, an unsere tiefgründigen Empfindungen anzuknüpfen und uns nicht vom Drumherum ablenken zu lassen.

      1. Dynamik und Spontanität

Bewegung macht lustig, spontan und verbindet uns mit dem natürlichen Flow der Dinge.

      1. Gefühle zeigen

Wer in Erinnerung bleiben will, muss Emotionen zeigen. Denn unser menschliches Gedächtnis funktioniert zu einem großen Anteil über Gefühle.

      1. Musik

Sie kitzelt die Magie aus dem Moment heraus und übertönt unsere nimmermüden Black Boxes.

Den Schatz gefunden? Den Staffelstab übergeben

Natalie verschenkt nicht nur gerne ihre Fotos, sondern auch das Fotoshooting an sich, damit das Streben nach dem perfekten Foto an die nächsten Suchenden weitergereicht wird:

Mein liebstes Geschenk ist natürlich ein Fotoshooting an sich. Grade zur Geburt: Der Strampler, die Spieluhr und das Kuscheltier landen im schlimmsten Fall irgendwann beim Trödel. Aber Fotos vom Baby schmeißt man ganz sicher nicht weg.

Wir wünschen allen Schatzsuchenden viel Erfolg! Weitere Anregungen bei eurer Suche findet ihr in Natalies zweitem Blog „Die rote Fee“!

Bilder: © Natalie Kubernath