Frische Bergluft, atemberaubendes Alpenpanorama, unendliche Weite: Was können sich Naturliebhaber Schöneres vorstellen, als in den Bergen „Ja“ zu sagen. Doch den meisten kommt da gleich der rustikale-altbackene Touch in den Sinn – mit einer edlen Hochzeit kann das ja nichts zu tun haben. Finden wir nicht. Und wir zeigen euch auch warum.

In den Bergen zu heiraten: Für viele ist vor allem die Abgeschiedenheit und das Panorama ausschlaggebend für diese Entscheidung.

Natürlichkeit ist nicht gleich altbacken

Bei einer Hochzeit in den Bergen ist es der Stimmigkeit geschuldet, vor allem mit Naturmaterialien und -farben zu arbeiten. Das heißt, viel Holz, Steine, Moos, Strohballen, viel Grün, viele Blumen… Schafsfelle gehen sowohl im Sommer als auch im Winter: Die Stühle im Festraum damit bestückt – wunderbar. So wird es richtig kuschelig! Aber auch Spitze oder Tischläufer aus Hanf machen sich großartig und sind gar nicht altmodisch. Viele Kerzen, kleine Lichter und Lichterketten bringen ein schönes Ambiente und Gemütlichkeit. Bieder können rustikale Räume nämlich nur dann wirken, wenn sie zu duster sind.

Für die Tischdeko eignen sich Wiesenkräuter oder Pflückblumensträuße besonders gut – nicht zu opulent, sondern fein-filigran und wunderbar anmutig. Zwischenrein können Hagebutten oder Gänseblümchen geflochten werden – die Mischung macht’s. Aber auch hier sollte wieder darauf geachtet werden, dass vor allem natürliche Farben zum Einsatz kommen: zu grelles Pink oder Violett passen hier womöglich nicht ins Gesamtbild.

Das Schönste an einer Hochzeit in den Bergen ist natürlich das Panorama und die Landschaft, die auf den Bildern eures großen Tages festgehalten wird. Ein Foto mit den Alpenbewohnern, wie Bergkühen oder Schafen, darf deshalb natürlich auch nicht fehlen!

Ein Häppchen zum Aperitif nach der Trauung kommt immer gut: Getreu dem rustikalen Thema ist dieses deftige Speck-Käse-Zupfbrot genau das Richtige! Jeder kann sich mit den Händen (!) so viel abzupfen, wie er möchte. Servietten bereitstellen nicht vergessen.

Winterhochzeit: Mit Schnee und Feuerschale

Besonders schön und anmutig ist natürlich eine Hochzeit Weiß in Weiß im Winter: Wenn die schneebedeckten Berge sich an das Weiß des Brautkleides anschmiegen. Auf dem Blog www.hochzeitsfotograf.tirol des Fotografenpaares Tanja und Andreas haben wir wunderbare Bilder zu einer Trauung in den Bergen Tirols gefunden. Total verliebt haben wir uns in die Idee mit der Feuerschale: Das gibt rustikalen, heimeligen Flair und falls es den Gästen doch zu kalt werden sollte, helfen von außen die wärmenden Flammen, von innen raus ein Glühwein!

Sommerhochzeit: In Scheune und mit Heu

Eine große Scheune bietet Platz für viele Gäste – und kann nach eigenem Belieben gestaltet werden.

Eine Berghochzeit im Sommer kann auch vom Vintage-Look inspiriert sein. Wie wäre es beispielsweise mit geflochtenen Blumenkränzen für die Damen? Auch bei der Dekoration ist es im Sommer meistens einfacher, weil so viele schöne Wiesenkräuter zur Verfügung stehen.

Oft könnt ihr anstatt Hütten, wie bei dieser Hochzeit, auch Scheunen im Hochland mieten: Nur ist es da an euch, die ganze Location „aufzudressen“ und das kann viel, viel Arbeit bedeuten. Wenn ihr bei Pinterest nach „Dress up a barn for wedding“ sucht, bekommt ihr die tollsten und kreativsten Vorschläge. Vorteil einer leeren Scheune ist natürlich, dass ihr alles genau nach euren Vorstellungen dekorieren und einrichten könnt. Schaut doch mal hier, hier und hier.

Was ist für eine Hochzeit in den Bergen vorab unbedingt zu beachten?

Bei der Planung solltet ihr folgende Dinge auf keinen Fall vergessen:

  • Wie kommen die Gäste zur Location?

Eine Hochzeit in den Bergen bringt auch logistischen Aufwand mit sich, schließlich müssen alle Gäste den meist abgeschiedenen Ort des Geschehens erreichen. Das heißt, auch die gebrechliche Oma sollte ohne sich zu verausgaben zu eurer Hochzeit kommen können. Viele Hütten, die ihre Räumlichkeiten vermieten sind darauf vorbereitet und haben meist eine Straße, so dass sich gut mit dem Auto anreisen lässt (denkt auch an das Gepäck!). Andere sind jedoch nur mit dem Sessellift zu erreichen! Falls es keine befahrbare Straße geben sollte, könnt ihr mit den Besitzern bestimmt klären, ob das Gepäck oder einige Personen mit dem Traktor befördert werden können.

  • Gibt es ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten für alle?

Außerdem ist unbedingt abzuklären: Was passiert wenn das letzte Glas Sekt ausgetrunken ist und alle müde vom Tanzen sind? Meistens ist es schöner, wenn die Hochzeitsgesellschaft an Ort und Stelle übernachten kann und am nächsten Morgen mit einem gemeinsamen Frühstück die Feier ausklingen lässt – vor allem, wenn es, wie in den Bergen nicht mehr so einfach ist, nach Hause zu kommen.

  • Ist die Location bewirtschaftet oder muss ein Catering-Service engagiert werden?

Ein leckeres Essen ist für viele eines der wichtigsten Dinge für eine gelungene Hochzeit. Deshalb muss weit im Voraus klar sein, ob die Location vor Ort erfahrungsgemäß (!) alle eure Gäste versorgen kann – und das auch zu eurer Zufriedenheit! Überlegt euch, welche Speisen ihr gerne servieren würdet und kostet sie auf jeden Fall vor. Falls die Location nur die Räume zur Verfügung stellt: Kümmert euch frühzeitig um einen Catering-Service und beachtet unbedingt auch hier Punkt 1.

Wir wünschen euch eine wunderschöne Hochzeit mit frischer Luft und vor allem frischer Stimmung als frischgebackene Eheleute!

Bilder:

© istock.com/blanaru

© istock.com/ jobongard