Der ein oder andere kennt von seinen Eltern vielleicht noch krisselige Videoaufnahmen der Hochzeit: Gerade als Videokameras im Hausgebrauch modern wurden, entstanden auch diese Aufnahmen. Sie haben einen gewissen Charme, aber stilvoller sind die Fotos. Mittlerweile hat sich in der Technik viel getan und einige Fotografen bieten neben den stillen Aufnahmen auch Bewegtbilder an. Welche Vorteile hat die Videografie bei der eigenen Hochzeit? Wir haben einen Experten gefragt.
Hcohzeitsbild oder Video

Der Hochzeitsfilm: Mehr als nur ein Bild

Zwar sagen Bilder meist mehr als tausend Worte, dennoch kann der filmische Mitschnitt des eigenen Ja-Worts oder auch der ersten Begegnung vor der Trauung andere Emotionen auffangen. Das findet auch Alexander von Movies Art, der neben der Fotografie auch Videografie für Hochzeiten anbietet. Brautpaare können mit dem Film noch rückblickend bewegende Momente erleben: „Wir sind uns sicher, dass bestimmte Momente sich nur in einem Film festhalten lassen. Die bewegende Rede der Eltern, der erste Hochzeitstanz oder die von Freunden vorbereitete Tanzüberraschung – diese und auch viele andere Momente schaut man gerne in voller Länge an.“

Dennoch plädiert er für beide Formen der Dokumentation, da auch Fotos eine eigene Wirkung haben: „Ein Bild schaut man sich generell länger an und nimmt ‚den Moment‘ unter die Lupe! Lässt man einige Jahre vergehen und schaut sich das Bild noch mal an, werden plötzlich auch die Details im Bild, die einem damals eventuell nicht aufgefallen sind, interessant und wichtig.“

Das Bild inszeniert den Moment, der Film kann dafür auch längere Sequenzen festhalten.

Das Bild inszeniert den Moment, der Film kann dafür auch längere Sequenzen festhalten.

Vorab Hochzeitsfilme angucken

Alexander setzt außerdem auf den Vorführ-Effekt: er zeigt Paaren beim ersten Kennenlernen fertige Hochzeitsfilme und lässt diese auf sie wirken. Viele sind dann schnell davon angetan und sehen die Wirkung. Diesen Effekt könnt ihr auch schon jetzt haben: Viele seiner Filme könnt ihr euch hier online angucken. Um euch generell etwas inspirieren zu lassen, sind aber auch Video-Portale wie YouTube oder Vimeo gut – einfach nach „wedding“ suchen und ihr findet Filme aus aller Welt.

Hochzeitsbilder oder Video

Bei den Bildern geht es oft auch um eine witzige Momentaufnahme.

So könnt ihr auch vorab „testen“, ob euch wichtig ist, dass O-Töne im Video vorkommen oder eure Hochzeits-Musik hinterlegt werden soll. Vor allem die Musik ist letztlich sehr entscheidend für die Stimmung in einem Hochzeits-Video: romantisch, rasant, fröhlich oder auch eindrucksvoll. Auch für Alexander spielt die Musik eine wesentliche Rolle im Film: „Bei einem Film werden die Emotionen mithilfe der Musik verstärkt! Entweder lassen wir den Zuschauer durch den Musiktitel, der an dem Abend gespielt wurde, in die Zeit eintauchen oder ein besonderer Moment wird mit einem Musikstück unterlegt, sodass man Gänsehaut bekommt.“

Produktion des Filmes
Was ein Hochzeitsvideo kostet, hängt natürlich ganz davon ab, wie lang es sein soll und wie lang ihr den Videografen eure Hochzeit begleiten lasst. Insgesamt muss nach der Hochzeit mit einer Bearbeitungsdauer von einigen Wochen bis Monaten gerechnet werden – je nach Umfang. Alexander gibt einen Zeitrahmen von vier bis sechs Monaten vor. Der Film wird zunächst grob geschnitten und anschließend dann im Detail aufgearbeitet. Auch die Ton-Qualität und Farbkorrektur beansprucht ihre Zeit.