Klickt ihr euch gerne durch Pinterest und versinkt in der inspirierenden Schönheit von Hochzeitsbildern, obwohl eure eigene Hochzeit noch Jahre entfernt ist? Ihr seid nicht allein! Dann geht es euch wie Miriam. Sie hat schon lange vor ihrer eigenen Traumhochzeit Hochzeitsideen gesammelt. Im Gespräch mit uns hat sie uns ihre besten Tipps gegeben und verraten, was sie, trotz perfekter Vorbereitung, jetzt anders machen würde.

Damit ihr eure Hochzeit wirklich genießen könnt, solltet ihr rechtzeitig mit der Planung beginnen!

Faszination Hochzeit: Lange Recherche, lange Vorbereitung

Ganz ehrlich muss Miriam zugeben, dass sie schon einige Zeit vor dem Heiratsantrag recherchiert und in Blogs nach Inspirationen gesucht hatte. Das wirkliche Hochzeits-„Fieber“ brach bei der hoffnungslosen Romantikern dann aus, als ihr langjähriger Freund im Sommer 2013 um ihre Hand anhielt. Seitdem schreibt sie fröhlich auf ihrem Blog http://www.wedding-board.de/ über gesammelte Hochzeitsideen rund um DIE perfekte Hochzeit: Locations, Mode, Dekoration und DIY, alles ist dabei.

Zwischen ihrem Antrag und Hochzeit lagen für Miriam zwei Jahre – genug Zeit also für Recherche, Planung und Organisation. Die war auch nötig, wie sie zugibt: „‘Braut‘ glaubt gar nicht, wie aufwendig die Planung einer individuell gestalteten Hochzeit ist.“ Also Mädels, fangt am besten schon mal an!

Highlight: Trauung unter freiem Himmel & gelassene Stimmung

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Eine Trauung unter freiem Himmel, am besten am Strand: das trägt schon mal sehr zur positiven Stimmung der Hochzeitsgesellschaft bei.

Für Miriam ist das Highlight ihrer Hochzeit klar: Die freie Trauung unter freiem Himmel. „Obwohl ich selber jeden kleinen Schritt geplant hatte und wusste, was als nächstes während der Trauung kommt, war ich kurz vor dem Weg zu meinem jetzigen Mann unheimlich aufgeregt. Ich zitterte und weinte – das hätte ich von mir nicht erwartet.“

Miriam genoss es, dass die Stimmung so gelassen war, wozu wahrscheinlich auch das Ambiente beitrug: „Die Gäste hatten bei über 30 Grad und lauwarmen Getränken unheimlich viel Spaß.“

Lowlights oder: Was anders gemacht werden hätte können

Obwohl in ihren Schilderungen alles so perfekt war, erklärt uns Miriam, was sie im Nachhinein doch anders angehen würde:

  • After Wedding Shooting für die Paarfotos: „Der Tag ist einfach zu kurz, um 1-2 Stunden mit „Fotos machen“ beschäftigt zu sein. Viele Gäste waren von weit angereist, die Zeit hätte ich lieber mit ihnen verbracht.“
  • Auf- und Abbau auslagern: „Wir haben am falschen Ende gespart und haben die Location lediglich angemietet. Somit musste am Hochzeitstag der Trauort aufgebaut, Getränke angeliefert und ausgeladen werden und am kommenden Tag alles wieder abgebaut und weggefahren werden. Das empfehle ich keinem Brautpaar. Wir hatten verdammt viele Helfer, ohne sie wäre es nicht gegangen. Aber auch für sie war es eine kleine Zumutung – eigentlich möchte man diese Zeit einfach gemeinsam genießen.

Heirat mit Kind – wie wird es am besten eingebunden?

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Mit der richtigen Unterhaltung – und am besten Einbindung in den Ablauf der Hochzeit – haben auch die Kleinen Spaß!

Das Motto von Miriam und ihrem Mann: Wir haben zwei Kinder bekommen und sind trotzdem noch zusammen, dann können wir auch die Ehe schaffen! Das war der Ansporn zum Heiraten – mit Kindern im Alter von zwei und sieben Jahren. Beide Kinder wurden in die Trauung miteingebunden: „Unser Sohn Connor war der Ringträger und unsere Tochter Ava Blumenmädchen.“

Weil viele kleine Gäste auf der Hochzeit waren, wurde eine Kinderdame bestellt, die den Kindern ein Programm bieten kann, wenn die Kleinen Lust dazu hatten. Miriam rät aber trotz einer solchen Entlastung zu einer großen Portion Gelassenheit und viel Liebe – das ist, was zählt. „Schließlich ist es auch ein großes Fest für die eigenen Kinder, wenn die Familie heiratet!“

Ringe, Musik, gutes Essen: Must-Haves auf jeder Hochzeit

Das Must-Have der Hochzeit, neben den Ringen natürlich, ist für Miriam: Emotionale Musik!

„Ich liebe Musik. Besonders, wenn sie die Gefühle einfängt und unterstreicht. Eine Trauung ohne Musik ist für mich nicht vorstellbar. Auch der erste Tanz, egal wie traditionell oder verrückt dieser ist – die Musik macht den Ton! Ebenso empfehle ich bei der Feierzeit die ganze Zeit leichte und entspannte Musik dezent im Hintergrund laufen zu lassen.“

Die Braut sollte entweder ein bequemes Kleid tragen, mit dem sie sich frei bewegen und gut tanzen kann – oder eine zweite Garderobe zur Stelle haben. Nichts ist schlimmer als eine Braut, die den Tanz auf ihrer eigenen Hochzeit nicht genießen kann.

Wichtig ist außerdem gutes Essen – denn auch darum geht es natürlich bei einer Hochzeit: „Menschen reden viel über Essen, somit auch darüber, ob das Essen auf eurer Hochzeit besonders gut oder besonders schlecht war.“

Miriams Checkliste vor der Hochzeit

Checklisten für die Hochzeit sind immer gern gesehen; dann hat man noch jemanden der für einen mitdenkt. Miriam hat uns ihre ganz persönlichen Tipps für wichtige To-Do’s vor der Hochzeit gegeben.

  • Die richtige Musikauswahl treffen – nicht allein auf den DJ oder den Computer verlassen.
  • Tanzen lernen. Das ist eine tolle Zeit im Vorfeld. Man hat ein Ziel vor Augen, lernt etwas und verbringt gemeinsam Zeit – idealerweise besucht ein befreundetes Pärchen gemeinsam mit euch den Kurs.
  • Denkt euch eine kleine Überraschung für euren Partner aus, die ein Vertrauter kurz vor der Trauung übergeben kann. Das kann ein Lied über Kopfhörer, eine kleine Aufmerksamkeit oder ein paar geschriebene Zeilen sein.
  • Solltet ihr ein Ehegelübde vortragen, bitte auswendig lernen. Für den Notfall einen kleinen Spickzettel ins Dekolleté oder in die Hosentasche stecken. Das ist bei meiner eigenen Hochzeit doch etwas in die Hose gegangen (Hose=Mann).
  • Übt eure neue Unterschrift, falls ihr euren Nachnamen ändert.

Miriams DIY-WORKSHOPS in Berlin

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Miriam zeigt uns auf ihrer Seite auch diese schöne DIY-Idee: ein Koffer für die Hochzeitskarten der Gäste. So gehen auch sicher keine guten Wünsche verloren!

Als sie ihre eigene Hochzeit geplant hat, war Miriam verzweifelt auf der Suche nach DIY-Workshops. Doch: Fehlanzeige! So kam ihr die Idee, in angenehmer Atmosphäre Anregungen für Papeterie und Dekorationselemente zu geben. Deshalb bietet Miriam jetzt eigene DIY-Workshops in Berlin an. Dabei fände sie es fatal, nicht auf die aktuellen Trends einzugehen! Inspiration hierfür findet sie überall, in „kleinen Dekolädchen, Katalogen, in fremden Wohnungen und natürlich in der großen Welt des Internets“.

„Ein kleiner Trugschluss ist jedoch der Gedanke, dass man durch DIY Projekt das Budget schonen kann. Materialkosten und Zeiteinsatz werden oft unterschätzt.“ Miriams Workshops stecken noch in den Kinderschuhen, werden aber bald wachsen, hofft sie: „Für die Zukunft sind zusätzlich themenspezifische Workshops geplant, z.B. nur für Vasensets, die Gestaltung von Gastgeschenken oder sonstigen Dekoelementen, die in einem Workshop fertiggestellt werden können.“ Die Themen und Termine für den Herbst 2015 werden bald auf ihrer Website bekannt gegeben.

Wir hoffen, euch ein bisschen inspiriert zu haben und danken Miriam für das schöne Interview – Love is all you need!

 

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© Miriam Zech: Wedding Board